„Mal eben die Bibel twittern?“

Was Twitter ist und wozu es benutzt wird, habe ich ja gerade erst erklärt. Eine Möglichkeit der Nutzung schlägt das Team von Evangelisch.de vor: Man könnte ja mal die Bibel twittern. Genauer: Die Bibel wird in Abschnitte zerlegt, von denen man sich einen aussucht und ihn in 140 Zeichen (inklusive einem Code und einem Hashtag) zusammenfasst.

Wer? Jeder, der will. Es gibt die Möglichkeit der freien Registrierung auf dem zugehörigen Internetportal, außerdem sollen auf dem Kirchentag möglichst viele Menschen zum Mitmachen motiviert werden. Propagiert wird das ganze Vorhaben übrigens als Rekordversuch.

Das klingt zwar erstmal lustig, wer sich jetzt aber fragt, was die Aktion eigentlich bezwecken soll, der muss auf die Suche gehen. Auf den Projektseiten findet sich dazu eher wenig Information. Da hilft die EKD mit einer Pressemitteilung aus, in der erklärt wird, es gehe vor allem um die Auseinandersetzung der Menschen mit der Bibel. Ein löbliches Vorhaben also, für das das Hanseatische Druck- und Verlangshaus, das wohl hinter Evangelisch.de steht, Geld und Kraft investiert.

Dass die Aktion sicherlich auch auf die in Arbeit befindliche Internetcommunity Evangelisch.de, die am Kirchentags-Freitag offiziell präsentiert wird, aufmerksam machen wird, ist sicher nur ein genauso willkommener Nebeneffekt wie die Tatsache, dass man aus den registrierten Teilnehmern am Twitter-Rekordversuch auch gleich die ersten Nutzer für die Community gewinnen kann. Denn um sich von alleine neben StudiVZ, Facebook, Xing und Wer-kennt-wen zu etablieren, kommt Evangelisch.de mindestens drei Jahre zu spät.

Wer mehr erfahren möchte, kann auf dem Kirchentag den Stand von Evangelisch.de auf dem Messegelände besuchen, er befindet sich auf der Medienmeile.


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