Programmtipp: 60–20–heute
In der Reihe „60—20—heute“ werden auf dem Kirchentag mehrere Veranstaltungen angeboten, die nicht nur für Juristen interessant sein dürften.
Unter dem Titel „Machtloses Volk?“ sprechen am Donnerstag ab 15 Uhr in Halle 7 auf dem Messegelände Juristen, Politiker, Theologen, Politik- und Sozialwissenschaftler über die Macht des Volkes und auch über dessen Ohnmacht sowie die des Einzelnen.
Anlässlich des Grundgesetzjubiläums lohnt es sich durchaus, darüber zu sprechen, wieviel Macht wirklich noch vom Volke ausgeht, wo diese ihre Grenzen hat, wo die Menschen bevormundet und auch einfach überhört werden.
Diese Veranstaltung war ursprünglich geplant mit dem ehemaligen Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts Ernst Benda, der leider am 2. März verstorben ist. Seinen Platz eingenommen hat Gerhard Robbers, Professor für Öffentliches Recht an der Universität Trier und Mitglied des Verfassungsgerichtshofs Rheinland-Pfalz.
Fortgesetzt wird die Reihe am Freitag zur gleichen Zeit am gleichen Ort, dann unter dem Motto „Machtloses Recht?“. Thema ist Diskrepanz zwischen Recht und Realität – an den Beispielen Recht auf Asyl, Recht auf soziale Sicherheit und Recht auf Autonomie. Letzteres in Bezug auf die informationelle Selbstbestimmung im Streitgespräch mit BKA-Präsident Jörg Ziercke.
Am Samstag dann das Thema „Wer hat die Macht im Staat? – Zwischen Protest und Lobby“, insbesondere zur Einflussnahme von Wirtschaft und Lobbyisten auf die Politik.
» Donnerstag, Freitag und Samstag, jeweils 15–18 Uhr, Halle 7, Messegelände